Emotionsstau

Die Sache mit dem Leber Qi ist so eine ganz Spezielle. Auch ich als Yogalehrerin und brave Meditationstante muß ab und an mit meinem gestauten Leber Qi kämpfen. Plötzlich wallt sich dann eine große Flut an unangenehmen Gefühlen in mir hoch und ich kann mich in dem Moment selbst nicht leiden.

Mein Geist ist allerdings so tückisch, dass er mir vormacht, schuld wäre jemand anders. Also lass ich dann hemmungslos meine stinkige Laune an denen aus, die ich eigentlich am Liebsten mag. In dem Moment kann mir dann niemand was recht machen und ich gammle missmutig vor mich hin. Die Falle an der ganzen Geschichte ist, dass dieses „Beschuldigen“ oder „Anekeln“ Anderer absolut keine Besserung in mein gestautes Leber Qi bringt.

Ich beschäftige mich schon seit Längerem mit den Gedanken, wie man sich aus solchen Situationen schnell wieder raus holen kann, und ich hab ein paar Ratschläge zusammengetragen, die nicht leicht umzusetzen sind, aber zumindest die Zeit der schlechten Laune etwas abkürzen können:

  • Phase 1 – Erkenntnis: Erst wenn ich mir selbst eingestehe, dass ich der Grund an meiner schlechten Laune bin, und das Umfeld eigentlich gar nix dafür kann, kann ich Reperaturmaßnamen starten.
  • Phase 2 – Kommunikation: Ich hab mir angewöhnt, sobald ich die erleuchtende Erkenntnis meines gestauten Leberflußes gemacht habe, darüber zu sprechen, zumindest mit denen die mir vertraut sind und mir am Herzen liegen. Ich erklär dann immer, dass ich mich grade selbst nicht ausstehen kann, und versuche der Sache auf den Grund zu gehen.
  • Phase 3 – Abwarten: Oft hilft es einfach durchzuatmen und etwas abzuwarten, und man merkt wie sich diese Wogen des Unwohlseins langsam glätten, oder man versucht sich mit irgendwelchen Tätigkeiten abzulenken.Ein Ortswechsel hilft auch ganz gut.
  • Phase 4 – Übung macht den Meister: Je öfter man mit sich übt und sich mit seinen inneren Konflikten auseinandersetzt, desto schneller bekommt man diese auch wieder in den Griff. Aller Anfang ist schwer, trotzdem sollte man immer wieder an sich arbeiten.

Vorbeugende Maßnamen:

Damit es erst gar nicht soweit kommt, kann man ein paar Vorsorgemaßnamen treffen, die den generellen Qi Fluß der Leber fördern.

In der Zeit zwischen 13:00 und 15:00, oder generell in Stresssituationen Orangenblütentee trinken. Die Orangenblüte mit ihrem lieblichen, an Honig erinnernden Geschmack, entspannt und glättet unsere Emotionen. Den Tee bekommt man in allen Apotheken, mittlerweile sogar schon in Portionsbeuteln. Generelle Heißläufer könnten sich den Tee ins tägliche Ernährungskonzept integrieren.

Regelmäßige Mahlzeiten: Jedesmal wenn sich mein Mittagessen erst 2 Stunden später ausgeht, merke ich, dass sich Anspannung aufbaut. Wer also für eine zeitlich rythmische Essensaufnahme sorgt, bringt seinen Körper nicht in Stress und entspannt seine Leber.

Sportliche Betätigungen: – die Kreuzbewegung der Arme und Beine integrieren – wie zum Beispiel Nordic Walking, mit Ringen in den Händen gehen, Training am Stepper, Yoga, Qi Gong oder Tai Qi. Aber auch ein Spaziergang an der frischen Luft, kann bei Anspannung kleine Wunder bewirken.

Ausreichend Schlaf: Schlaf ist ja für alle Organkreisläufe sehr wichtig, aber besonders in der Zeit zwischen 01:00 und 03:00 erholt sich unsere Leber und die Gallenblase. Zu der Zeit sollten wir auf jeden Fall schon im Land der Träume sein. Wenn ihr feststellt, dass ihr regelmäßig zu der Zeit aufwacht, dann solltet  ihr besonders Abends entspannenede Tees wie Orangenblüten-, Lavendel-, Passionsblumen- oder Hopfentee trinken.

Notfallkid

Im schlimmsten Fall gibts dazu noch den Merksatz: Süß entspannt das Leber Qi ! Ich schieb mir dann gern ein paar supersüßen Datteln, Feigen oder selbstgebackenen Keksen in die Luke. Wenn nichts von dem zur Verfügung steht hilft auch ein Esslöffel Honig.

Für mich selbst hab ich herausgefunden, dass ein Leben mit regelmäßigem Rythmus, in dem man sich Raum für sich selbst schafft, der beste Weg zu einem zufriedenen Leben ist. Und an dieser Stelle möchte ich mich bei all meinen Lieben entschuldigen, die ich oft grundlos angeekelt habe. Ich arbeite dran und irgendwie macht das richtig Spass!

 

 

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