Go with the Flow

Seasons_with_Dojo_Times

Das Leben im Rythmus mit den Jahreszeiten hat den Vorteil, dass es regional und saisonal gelebt werden kann. Unserem Körper kommt das sehr entgegen, da Lebensmittel aus der entsprechenden Saison positiv unterstützend zu Wetter und Temperaturen wirken. Im chinesischen Kalender gibt es neben den 4 Jahreszeiten die Dojo oder Übergangszeiten von jeweils 18 Tagen. Sie dienen der Vorbereitung auf die kommende Jahreszeit und ermöglichen im Jahreszeitenwechsel einen gewissen Spielraum. Sie werden dem Erdelement zugeordnet und besonders die Dojozeit im Spätsommer zwischen Sommer/ Feuer und Herbst/ Metall repräsentiert das Erdelement.

Im Frühling befinden wir uns im Holzelement mit den Organen Leber und Gallenblase. Lebensmittel wie die Zitrone, Hagebutten, Ribisel, Tomaten und Beeren fallen in diese Kategorie. Der Geschmack des Holzes ist sauer und die besondere Wirkung ist das bewahren von Säften, das halten des Qi und das Nähren des Blutes.

Der Sommer steht ganz im Feuerelement mit den Organen Herz und Dünndarm. Lebensmittel wie Raddiccho, Cicorre, Ruccola und Kaffee sind leicht bitterlich und zählen zu diesem Element. Sie leiten nach unten und leiten Hitze aus, was im Sommer ja oft ganz nützlich sein kann. Man muss allerdings vorsichtig mit ihrer trocknenden Eigenschaft sein.

Der Spätsommer, unsere Sonderdojozeit steht im Erdelement und ist mit ihrem süssen Geschmack die wichtigste von allen. Ihr sind die Organe Milz und Magen zugeordnet. Das schöne am süssen Geschmack ist die entspannende Wirkung und die harmonisierende Fähigkeit. Ich glaube deshalb ist er auch so beliebt. Lebensmittel wie Kürbis, Mais, Hirse, Karotten, Rüben, Sellerie und Kartoffel werden diesem Element zugeordnet und wirken auch dementsprechend anspannungslösend.

Die nächste Jahreszeit bildet der Herbst im Metallelement. In diesem Element ist der scharfe Geschmack beheimatet und die Organe Lunge und Dickdarm finden hier ihr zu Hause. Lebensmittel wie Rettich, Radieschen und Ingwer zählen zu diesem Abschnitt. Im Herbst sollte man darauf achten nicht „auszutrocknen“. Das Raumklima verändert sich durch Heizungsluft und Temperaturveränderung und setzt unserer Lunge zu. Suppige Gerichte und Eintöpfe mit wärmender Wirkung unterstützen den Körper in der Umstellungszeit und bereiten ihn auf die nächste Wandlungsphase vor.

Der Winter, das Wasserelement, wäre die optimale Jahreszeit zum leiser treten – eine „Neuaufsetzung“ unseres Systems. Die Organe Niere und Blase sind hier beheimatet und zu guter letzt der salzige Geschmack. Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Miso, Soja, Algen und Wasser haben einen starke Bezug zu den Niere und können sie richtig angewandt unterstützen.

Das war mal ein grober Einblick in die Wandlungsphasen und das Allerwichtigste ist – nach jedem Winter folgt ein neuer Frühling! Also immer schön im Fluss bleiben!

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Veröffentlicht in: TCM

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